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Da unser Verein bereits seit über 60 Jahren besteht, hat er natürlich auch eine Geschichte über seinen Werdegang, mit all seinen Höhen und Tiefen. Diesen Verlauf möchten wir in Kurzform aufzeigen.
Die jüngere Generation kann sich in der heutigen motorisierten Zeit nicht vorstellen, wie es kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges im Bezug auf „Motorsport“ aussah. Damals war man schon froh, wenn man ein Fahrrad mit Vollgummibereifung sein eigen nennen konnte. Für ein Motorfahrzeug, falls wirklich vorhanden, bekam man in den ersten Nachkriegsjahren keine Fahrgenehmigung. Als mit der Zeit das Fahrverbot gelockert wurde, setzte man damit auch viel Erfindergeist frei. Die unmöglichsten Fahrzeuge wurden hervorgeholt und zusammengebastelt. Vielfach nach dem Motto: Aus zwei oder drei - mach eins. Kurz darauf entwickelte sich auch wieder die Motorsportszene in Deutschland. Die ersten Bergrennen am Eggberg bei Säckingen und am Ruhestein bei Achern wurden durchgeführt und zogen damals sehr viele Zuschauer an. Darunter waren auch die späteren Gründer des Motorsportclub Münstertal, August Muttach, Wilhelm Griesbaum, Josef Moser, Karl Häfele und Kurt Ruf. Sie gehörten zu den wenigen, die damals schon ein Motorrad besaßen. Irgendwann ist dann der Gedanke aufgetaucht, einen Verein zu gründen und selbst motorsportliche Veranstaltungen durchzuführen. Man traf sich oft und diskutierte manche Stunde darüber, wie man es am besten, die Vorstellungen einen Verein zu gründen, umsetzen könne. Schließlich kam man auf die Idee sich an den Badischen Automobilclub, den heutigen ADAC zu wenden. Im Oktober 1949, wandte sich deshalb Kurt Ruf mit einem Brief, in dem der Wunsch zum Ausdruck gebracht wurde, in Ettenheimmünster einen Motorsportclub gründen zu wollen an den BAC. Er bekam zur Antwort, das dies möglich sei, unter der Bedingung, das man 30 Mitglieder zur Vereinsgründung vorweisen könne. Damit ging die Sucherei los. Man kann sich vorstellen, das zur damaligen Zeit die meisten bestimmt andere Sorgen hatten, als unbedingt einem Motorsportclub beizutreten den es eigentlich noch gar nicht gab.
Doch die 5 gaben nicht auf und schafften es tatsächlich innerhalb kürzester Zeit die geforderten 30 Mitglieder zusammen zu bringen. Nun stand der Vereinsgründung eigentlich nichts mehr im Wege, bis auf die kleine Kleinigkeit, das keiner der Gründer und Gründungsmitglieder irgendwelche Vereinserfahrung besaßen. Vor allem wurde dringend ein l. Vorsitzender gesucht. Dieser wurde dann auch in der Person von Wilhelm Kuhner gefunden. Dieser erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen.
Ende Januar 1950 war es dann schließlich soweit. Der Motorsportclub Münstertal wurde gegründet. Nun konnte es losgehen. Der junge Verein erwies sich als außerordentlich lebendig Bereits am 5. Mai des gleichen Jahres fand das erste Geschicklichkeitstunier für Motorräder statt. Die Hindernisse wurden noch selbst entworfen und gebaut und wie konnte es bei einem solch jungen Verein auch anders sein, das benötigte Material aus eigener Tasche bezahlt. Es folgten Fuchsjagten, Bildersuchfahrten Sternfahrten bis nach Meran in Südtirol. Als Ergebnis dieser Aktivitäten, konnte man einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der neue Verein wurde von der Bevölkerung angenommen und auch über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt. Im Jahre 1956 übernahm Karl Häfele das Amt des l. Vorsitzenden von Wilhelm Kuhner, der 1957 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Als Ergebnis dieser Aktivitäten, konnte man einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der neue Verein wurde von der Bevölkerung angenommen und auch über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt. Im Jahre 1956 übernahm Karl Häfele das Amt des l. Vorsitzenden von Wilhelm Kuhner, der 1957 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Ettenheim erfolgte im Jahre 1962. Ebenfalls im Jahre 1962 übernahm Hans Weisbach das Amt des l .Vorsitzenden. Hans Weisbach führte den Verein bis zum Jahre 1972. Ab 1972 übernahm dann wiederum Karl Häfele, der allem Anschein nach noch immer nicht genug hatte, das Amt des l. Vorsitzenden.
Immer noch wurden Geschicklichkeitsturniere und andere motorsportliche Veranstaltungen durchgeführt und auch die gesellige Seite kam nicht zu kurz. Grillfeste, Weihnachtsfeiern, Preismaskenbälle und Busreisen in das nahe Ausland prägten mit das Gesicht des MSCs. Doch die Zeit blieb nicht stehen. Die Motorisierung hatte längst auf breiter Basis in Deutschland Einzug gehalten und die Ansprüche an die Turniere wurden immer höher. Das Interesse an den Bildersuchfahrten schwand zusehends. Außerdem fehlte der Nachwuchs auf breiter Front. Man kam auf den Gedanken, ein Gelände zu pachten, auf dem man Veranstaltungen aller Art durchführen könnte. Damit hätte der Verein eine feste Bleibe und durch die Ausschreibung als Verkehrsübungsplatz hoffte man die Jugend an den Verein heranzuführen. Der Pachtvertrag über ein Gelände im Glasbach wurde 1974 geschlossen. An dem Gelände selbst musste natürlich auch noch viel gearbeitet werden.
Dies geschah ausschließlich in Eigenregie. Von Erdbewegungen bis hin zur Verlegung von Drainagen wurde alles selbst gemacht. Viele Stunden wurden für Errichtung des Areals geopfert und manche Fuhre Schotter vom 2. Vorsitzenden Emil Rösch mit seinem Lastwagen in den Glasbach gebracht, bis die Arbeiten abgeschlossen waren. Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Als positiven Effekt konnte man tatsächlich einen vermehrten Zugang von Jugendlichen in den Verein verzeichnen. Auf dem neu geschaffenen Verkehrsübungsplatz konnten diese unter Aufsicht von Erwachsenen auf vorhandenen Motorrädern Trainingsstunden abhalten. Die interessanteren Stunden waren aber ohne Zweifel jene, in denen wir ohne Aufsicht das Gelände benutzten. Manch eine alte NSU oder Horex die man damals von den Besitzern fast umsonst bekam, sie stand eh nur im Weg, hat Ihr Leben im Glasbach ausgehaucht. Die Oldtimerfreunde unter Euch mögen uns verzeihen, aber wie heisst es so schön: Sie wussten nicht was sie tun.
Es folgten noch 8 weitere Motorradtrialveranstaltungen in den nachfolgenden Jahren. Maßgeblich beteiligt an dem Erfolg war der langjährige l. Sportleiter Willi Wangler, und dessen Sohn Gerold Wangler, der es auf der mittlerweile angeschafften clubeigenen Maschine zu beachtlichen Erfolgen brachte. Unter anderem belegte er in der Endwertung um den Schwarzwald Bodensee Pokal im Jahre 1979 den zweiten Platz. Auch die in dieser Zeit durchgeführten ADAC Fahrradturniere waren sehr erfolgreich. Auch die 80 er Jahre brachten manche Veränderung für den Motorsportclub. Ein wichtiger Meilenstein war sicherlich die Anschaffung des eigenen Vereinszelts. Wobei Anschaffung vielleicht nicht das richtige Wort ist, denn das Gestell wurde in Eigenregie unter der Leitung von Karl Häfele in der Werkstatt von Emil Rösch selbst angefertigt. Vorbei war die Zeit, wo bei einer Veranstaltung im Freien aus Balken und Brettern eine Unterkunft gebaut werden musste.
Neu in das Vereinsgeschehen aufgenommen wurde das Fahrradtrial. Durch das Anbieten dieser Sportart, erhoffte man sich, das Defizit im Jugendbereich zu lösen, und evtl. den einen oder anderen über das Fahrradtrial an das Motorradtrial heran zuführen. Unter der Leitung von Karlheinz Löffel und Gerold Wangler, der in zwischen das Amt des 1. Sportleiters übernommen hatte wurde eine Jugendgruppe aufgebaut, die auf vereinseigenen Trialfahrrädem bereits im Jahre 1982 an verschiedenen auswärtigen Veranstaltungen teilnahmen. Auch in der Vereinsführung brachte das Jahr 1982 einen Wechsel mit sich.
In der Generalversammlung 1982 wurde der bisherige Schriftführer Karlheinz Löffel zum neuen l. Vorsitzenden, sowie bereits erwähnt, Gerold Wangler zum neuen l. Sportleiter gewählt. Außerdem gab das Gründungsmitglied Josef Moser sein Amt als Rechner des Vereins an Günter Boidol ab. Hiermit ging die lange und wohlverdiente Ära von Karl Häfele, Josef Moser und Willi Wangler in der Vereinsspitze zu Ende. Sie konnten beruhigt ins zweite Glied zurücktreten, hinterließen sie doch einen gefestigten MSC Münstertal, der mit seinen Motorradtrials, Familienüberraschungsfahrten, Geschicklichkeits- tumieren, aber auch mit mannigfaltigen gesellschaftlichen Veranstaltungen seinen festen Platz im örtlichen Geschehen hatte.
In der Generalversammlung 1983 wurde Karl Häfele auf Grund seiner Verdienste zum II. Ehrenvorsitzenden nach Wilhelm Kuhner gewählt. Doch schon bald blies der Wind hart von vom. Bedingt durch die Diskussionen über das Waldsterben und der immensen Umweltprobleme und auch durch die Veränderungen in der politischen Landschaft bekam man keine Genehmigung mehr für das Motorradtrial ausgestellt. Im Jahre 1983 fand deshalb der letzte Lauf dieser Art im Steinbruch statt. Da dies mehr oder weniger voraus zusehen war, hatte man die Sparte Fahrradtrial forciert, und im selben Jahr konnte der erste Fahrradtriallauf im Glasbach durchgeführt werden. Ebenfalls in diesem Jahr beteiligte sich der Motorsportclub Münstertal am Kirchbergfest in Münchweier Leider musste man aus Personalmangel bereits nach 2 Jahren dieses Engagement wieder aufgeben. Anfangs mit seinem Privat PKW später dann mit dem vereinseigenen Transporter, der in dieser Zeit angeschafft wurde. Dies hatte zur Folge, das die Fahrer des MSC's überall als sehr gute disziplinierte Fahrer bekannt wurden. Michael Gässler nahm sogar mit Erfolg an einigen Weltmeisterschaft släufen teil. Leider hat das Interesse am Fahrradtrialsport bei den Jugendlichen Anfang der 90er Jahre so stark nachgelassen, das die Abteilung heute leider nicht mehr existiert. Dies hängt zu einem Teil mit dem Überangebot an Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, zum anderen mit Sicherheit an den immens gestiegenen Kosten für das benötigte Material zusammen. Wurden die ersten Fahrräder noch zu einem Preis von ca. 400.- DM gekauft, so muss man heute für ein wettbewerbsfähiges Sportgerät mindestens 2000.- Euro veranschlagen. Und dies ist für einen Großteil der Eltern nicht mehr nachvollziehbar.
Im Jahre 1991 gab der damalige l .Vorsitzende Karlheinz Löffel überraschend sein Amt ab. Dies wurde dann kommissarisch von dem damaligen 2. Vorsitzenden Horst Volk bis zum Jahre 1992 geführt.
In der Generalversammlung im Januar 1992 wurde dann Thomas Gehring zum l.Vorsitzenden gewählt. Da man heutzutage kaum noch eine Genehmigung zur Durchführung einer richtigen motorsportlichen Veranstaltung bekommt, besann man sich wieder auf die Durchführung von genehmigungsfreien Veranstaltungen, wie z. Bsp. Geschicklichkeitsturniere und Suchfahrten für Autos und Motorräder, ja sogar Fahrturniere für Traktoren werden durchgerührt. 
Außerdem werden auf der touristischen Seite mehrere Motorradtouren im Jahr veranstaltet, die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Ebenfalls beliebt ist der alle 2 Jahre stattfindende Vereinsausflug mit dem Reisebus. Zu den gesellschaftlichen Veranstaltungen zählt unter anderem die traditionelle Dreikönigsfeier, die in den letzten beiden Jahren durch eine Theateraufführung ergänzt wurde, sowie das Grillfest im Glasbach. Auch dieses Gelände hat sich im Lauf der Jahre stark verändert. Als Trainingsgelände angelegt, ist es heute ein beliebter Grillplatz für die nähere Umgebung.
Ziehen wir am Ende eines Jahres Bilanz, so kommt der MSC immer auf ca. 8 - 10 Veranstaltungen die er selbst durchführt, oder an der er in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen beteiligt ist. Und dies ist eigentlich eine ganze Menge, bedenkt man, das die Vorstandschaft gerade einmal aus 15 Personen besteht, die aber natürlich immer auf die Mithilfe des auf mittlerweile über 230 Mitglieder angewachsenen Mitgliederstamm zurück greifen kann.
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